Es gibt sie überall: korrupte Cops, macht- und geldgierige Polizisten, denen das Gesetz vollkommen egal ist und die nur damit beschäftigt sind, Gangster und Kollegen zu schmieren, um an Drogen und Geld zu kommen. So auch Bruce Robertson in DRECKSAU (Kinostart: 17. Oktober). Weil aber gerade diese Cops oft die besten Geschichten zu erzählen haben, gehören sie auf der Leinwand zu den Charakteren, die man so schnell nicht mehr vergisst. Wir werfen einen Blick auf die Top 5 der korruptesten Cops der Filmgeschichte.

TRAINING DAY (2001) – Detective Alonzo Harris (Denzel Washington) bekommt den unerfahrenen Kollegen Jake Hoyt (Ethan Hawke) für einen Probetag (engl.: Training Day) zugeteilt, um ihn in die Arbeit als Drogenfahnder in den Gang-Vierteln von Los Angeles einzuführen. Harris erweist sich dabei nicht nur als harter Hund, sondern vor allem als durch und durch korrupter Bulle, der Kleinkriminelle und Drogendealer erpresst und beraubt. Die Situation eskaliert, als Harris zur Begleichung seiner Schulden bei der Russenmafia den Dealer Roger ausraubt und tötet, Hoyt dieses Verbrechen aber nicht mehr vertuschen will. Denzel Washington erhielt für seine Darstellung des kriminellen Polizisten den Oscar als Bester Hauptdarsteller.

BAD LIEUTENANT (1992) – Harvey Keitel spielt in Abel Ferraras Cop-Film von 1992 den Inbegriff des korrupten Polizisten. Drogen- und spielsüchtig steht er mit seinen Wettschulden am Rande des Abgrunds und des endgültigen psychischen Zusammenbruchs. Er sieht seine letzte Chance auf Erlösung aus seiner katastrophalen Lage in der Aufklärung des Falls einer vergewaltigten Nonne. Für die Ergreifung des Täters wurde die enorm hohe Belohnung von 50.000 Dollar ausgesetzt. Mit dem Geld könnte der im Film namenlose „Lieutenant“ zumindest einen Teil seiner Spielschulden begleichen. 2009 übernahm Nicolas Cage im Remake des Films die Rolle des heruntergekommenen Cops.

DEPARTED – Unter Feinden (2006) – In Boston schleust der irische Mafia-Boss Frank Costello (Jack Nicholson) seinen Schützling Colin Sullivan (Matt Damon) als „Maulwurf“ in den Polizeiapparat ein. Er macht dort schnell Karriere und wird in die Spezialeinheit zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens aufgenommen, sitzt also als korrupter Cop direkt an der Quelle. Gleichzeitig unterwandert jedoch Polizeikadett Billy Costigan (Leonardo DiCaprio) im Auftrag der Undercover-Abteilung der Polizei den irischen Mob. Nur seine beiden höchsten Vorgesetzten wissen von seinem Auftrag, weil sie ahnen, dass ihre eigene Abteilung bereits von der Mafia infiltriert wurde. Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf, welcher der beiden Spitzel zuerst auffliegt. Martin Scorseses Remake des Cop-Thrillers „Infernal Affairs“ (Hong-Kong) heimste vier Oscars ein.

COP LAND (1997) – In der fiktiven Stadt Garrison, direkt gegenüber von New York am Hudson River gelegen, haben sich einige ehemalige NYPD-Polizisten angesiedelt. Die korrupte Clique um Ray Donlan (Harvey Keitel) versucht die Tötung zweier schwarzer Jugendlicher durch Ray’s Neffen Murray Babitch (Michael Rapaport) zu vertuschen, indem sie seinen Selbstmord vortäuschen. Doch der interne Ermittler Moe Tilden (Robert De Niro) will den Tod des jungen Polizisten aufklären und wendet sich dazu an den örtlichen Sheriff Freddy Heflin (Sylvester Stallone). Freddy will ihm jedoch keine Informationen über die Cops geben, da er sie für seine Freunde hält. Ein Fehler, den er bald einsieht und teuer bezahlen muss, als die Ereignisse um Babitch sich überschlagen.

DRECKSAU (2013) – Eigentlich ist er ein Durchschnittstyp: Bruce Robertson lebt in Edinburgh, arbeitet bei der Polizei und wurde gerade von seiner Frau verlassen. Bisher nichts Außergewöhnliches. Doch Robertson ist durch und durch versaut, absolut egoistisch und will um jeden Preis befördert werden. Denn dann, so redet er sich ein, kommt seine Frau zurück. Als ein Mord geschieht, sieht Robertson die Chance gekommen, sich beim Chef zu beweisen. Da er aber gar nicht so gut ist in dem, was er tut, muss er seine Kollegen auf’s Kreuz legen – einen nach dem Anderen. Er schreckt vor nichts zurück. Sex mit Ehefrauen von Kollegen, Demütigungen auf dem Arbeitsplatz, Drogenexzesse, Intrigen. Stets mit einem Lächeln im Gesicht und einer neuen versauten Idee im Kopf. Der Sumpf um Robertson wird immer tiefer und modriger und er droht, sich in den Drogen zu verlieren – nicht aber, ohne seinen Kollegen noch eins auszuwischen. Nach TRAINSPOTTING (1996)der neue rabenschwarze Film nach Autor Irving Welsh. Ab 17. Oktober ins Kino.

(Quelle: Vollkontakt)

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