Das Kürzel HD-DVD steht für High Density Digital Versatile Disc. Dabei handelt es sich um ein Format eines Datenträgers, welcher die herkömmliche DVD als Träger von Daten ablösen sollte.

Was HD-DVD alles konnte

Ein blau-violetter Laser ist die Basis beim Aufbau einer solchen HD-DVD. Dieser verfügt über 405 Nanometer Wellenlänge. Während die Trägerschicht der HD-DVD mit einer Dicke von 0,6 Millimetern identisch zu der einer herkömmlichen DVD ist, liegen die Unterschiede in der numerischen Apertur. Während dieser bei der handelsüblichen DVD bei 0,6 liegt, weist sie bei der HD-DVD 0,65 auf und bei der Blu Ray Disc 0,85. Aufgrund dieser Daten verfügt die HD- DVD über eine Speicherkapazität von mindestens 15 Gigabyte bis hin zu maximal 30 Gigabyte.

Alle HD-DVD, sogar die mehrfach beschreibbaren, wurden zudem mit einem Kopierschutz ausgestattet. Dafür wurde das Advanced Access Content System, kurz AACS, verwendet. Innerhalb von diesem bestehen unterschiedlichste Möglichkeiten, eine Dekodierung des geschützten und damit auch verschlüsselten Inhalts zu erreichen. Zum einen ist die Dekodierung per Schlüsselblock direkt auf der HD- DVD möglich, oder aber dieser Schlüssel muss per URL aus dem Internet heruntergeladen werden. Die zweite Variante macht es zwingend erforderlich, dass in der Zeit, während die HD-DVD abgespielt wird, kontinuierlich eine Verbindung zum Internet aufrecht erhalten wird.

Kopierschutz und Speicherkapazität

Um diesem Aufwand zu entgehen, wird auf verschiedene Weise reagiert. In Europa beispielsweise möchten die Produzenten von Bildschirmgeräten dem Nutzer anhand dem Label HD ready die Bedenken bezüglich dieses Kopierschutzes nehmen. Doch auch dieses Label ist kein Garant für die problemlose Wiedergabe von HDTV Quellen. Währenddessen wird in China ein komplett eigenes HD-DVD Format entwickelt und erhältlich sein. Dieses wird zum Einen den weltweiten Export von illegalen Kopien verringern, aber es soll zum Anderen vor allem an die niedrigen Gehälter des Landes angepasst werden.

Von der HD- DVD werden die verschiedensten Formate an Daten unterstützt. Im Bereich der Videocodecs beinhaltet das neben dem Format MPEG- 2 auch H.264 beziehungsweise MPEG- 4 AVC sowie das VC-1 (WMV9). Der Sektor der Audiocodecs wird mit MPEG, Dolby Digital Plus, Dolby True HD, DTS- HD und LPCM unterstützt, während in der Sparte der Web- Beschaffenheit das Format HDi Interactive genutzt wird. Dieses wird auf Grundlage von Technologien wie XML, CSS, SMIL, ECMA Script und HTML aufgebaut.

Produziert wurde die HD-DVD in den Jahren zwischen 2005 und 2008 von diversen Herstellern wie LG Electronics. Der Toshiba Konzern brachte im ersten Quartal 2006 den ersten HD-DVD Player auf den japanischen Markt, trat aber bereits zwei Jahre später von Entwicklung, Produktion sowie Vermarktung wieder zurück. Dieser Rücktritt, dem auch die anderen Hersteller nach und nach folgten, ist zurück zu führen auf die Tatsache, dass die HD-DVD zeitgleich mit der Blu Ray Disc auf dem Markt erschienen ist. Aber nur eines dieser beiden Formate konnte sich etablieren, daher wurden diese beiden von den Nutzern ebenso wie von den Herstellern miteinander verglichen.

Das Fazit ist, dass die die Blu Ray Disc besser angenommen wurde und die HD- DVD in der Produktion eingestellt werden würde.

Foto: bsilvia (Fotolia.com)

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